‘Circle of Dance’ – Lebendige indianische Tanzkultur

Northern Traditional Dancer, Terry Fiddler (Cheyenne River Sioux), National Museum of the American Indian National Powwow, 2007. Photograph by Katherine Fogden (Mohawk)
Northern Traditional Dancer, Terry Fiddler (Cheyenne River Sioux), National Museum of the American Indian National Powwow, 2007. Photograph by Katherine Fogden (Mohawk)

Alles ist beseelt, alles ist verbunden die Vergangenheit mit der Gegenwart und der Zukunft. Ein Ausdruck dieser kosmischen Ordnung offenbart sich in den Tänzen der amerikanischen Ureinwohner. Doch für einen Laien sind die in Körperbewegungen gebannten Symbole nicht zu entschlüsseln. Eine Ausstellung im National Museum of the American Indian in New York hilft nun gemeinsam mit amerikanischen Ureinwohnern die Bedeutung der Tänze für den Besucher verständlich zu machen.

Die Ausstellung ‘Circle of Dance’ wird seit dem 6. Oktober 2012 im National Museum of the American Indian in New York für die nächsten fünf Jahre gezeigt. Ziel der Ausstellung ist der Erhalt von traditionellem Kulturgut und die Darstellung des indianischen Tanzes als dynamischer Ausdruck lebendiger Kultur.

Durch politische und religiöse Unterdrückung führten diese Tänze, die immense Bedeutung für die Religiosität der amerikanischen Ureinwohner haben, ein Schattendasein. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Prohibitionen gegen zeremoniell indianische Tänze aufgehoben. Heute sind viele Indianer bemüht ihre Tanztradition zu bewahren und an die nächsten Generationen weiter zu geben.

Ein lebendiges Beispiel von indianischer Tanzkultur wird in regelmäßig stattfindenden Powwows zelebriert. Der Powwow ist ein Treffen aller nordindianischen Stämme, die durch Tanz und Gesang ihre gemeinsame indianische Kultur feiern. Das Treffen dient der Stärkung der Gemeinschaft und der Erneuerung des Selbstverständnisses als ‘Native American’. Die Tänze dienen als Vermittler zwischen Mensch, Natur und Ahnen und bilden damit das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Kuratorin von ‘Circle of Dance’, Cécile R. Ganteaume, sagt: „Durch die Zeiten hindurch und bei allen Kulturen wird der Körper benutzt um zu kommunizieren, sich auszudrücken um Geschichten zu erzählen, am Kreislauf der Natur teilzunehmen, um zu trauern, zu beten und zum Feiern. Musik und Tanz war immer ein essentieller Bestandteil der indianischen spirituellen Kultur und des sozialen Lebens.“

Mehr Informationen finden Sie unter: http://nmai.si.edu/explore/exhibitions/item/204/