„Johann Bossard und der erste Weltkrieg“

Sonderausstellung der Kunststätte Bossard in Jesteburg

 

Die Kunststätte Bossard in Jesteburg zeigt erstmals in der Sonderausstellung „Johann Bossard und der erste Weltkrieg“ vom 1. August bis 26. Oktober 2014 Werke des Künstlers aus seiner Schaffensphase zwischen 1914 und 1923. 2014 jährt sich der Beginn des ersten Weltkrieges zum 100. Mal und bietet somit Anlass für die Ringausstellung „Künstler sehen den ersten Weltkrieg“.

Die Zeit des ersten Weltkrieges war bestimmt von menschlichem

Leid und strukturellem Zusammenbruch. In den vier Jahren des bestialischen Krieges starben über 14 Millionen Menschen.

Dem damaligen nationalen Zeitgeist entsprechend unterstützte Bossard zunächst den Krieg und meldete sich freiwillig an die Front. Die Kriegserfahrung am eigenen Leibe sollte seine Einstellung allerdings für immer verändern.

Um diesen Krieg zu verarbeiten schuf Bossard Zeichnungen von Soldaten und Verwundeten und entwickelte dort seine charakteristisch expressionistische und kubistische Zeichensprache die dem gewaltsamen Geschehen entsprach.

 

Ab 1921 schuf Johann Michael Bossard gemeinsam mit seiner Frau Jutta Bossard-Krull die Kunststätte Bossard auf einem Waldgrundstück in der Lüneburger Heide, ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Gartenkunst, Malerei und Bildhauerei. Die Kunststätte sollte, so Bossards Hoffnung, als eine „Zelle der Erneuerung“ für ein verarmtes und „unter hundert Wunden und Bedrängnissen“ leidendes Land werden. Bis heute ist das Gesamtkunstwerk in seiner ursprünglichen Konstellation erhalten und für den Besucher zugänglich.

Die Ausstellung „Johann Bossard und der Erste Weltkrieg“ ist Teil der Ringausstellung „Bildhauer sehen den Ersten Weltkrieg“ der AG Bildhauermuseen und Skulpturenmuseen e.V. Begleitend erscheint ein Katalog mit Texten zu Hans Arp, Ernst Barlach, Fritz Behn, Johann Bossard, Wilhelm Gerstel, Ernst Gorsemann, Berhard Hoetger, Georg Kolbe, Käthe Kollwitz, Wilhelm Lehmbruck, Gerhard Marcks, Ewald Mataré, Edwin Scharff sowie Dresdner Künstlern jener Zeit.

• Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr; der Eintritt kostet sieben Euro; ermäßigt 3,50 Euro (Besucher unter 18 Jahren sind frei).

Mehr Informationen finden Sie unter:

http://www.bossard.de/241-0-Bossard-und-der-1-Weltkrieg.html